Ich bin kurz nicht da

Fahrradkette ölen und reinigen: so geht es richtig

Eine gepflegte Kette läuft leiser, schaltet sauberer und hält deutlich länger. Dafür brauchst du nur ein paar Minuten und wenig Material.

Das Wichtigste im Überblick

  • Die Fahrradkette solltest du grob alle paar hundert Kilometer und nach jeder Fahrt im Regen ölen.
  • Vor dem Ölen gehört der alte Schmutz von der Kette, sonst entsteht eine schleifende Paste.
  • Ein Tropfen Kettenöl pro Kettenglied reicht, überschüssiges Öl wischst du danach ab.
  • Kriechöl oder Universalspray ist kein Ersatz für Kettenöl, weil es nicht lange genug schmiert.
  • Eine gelängte Kette verschleißt Ritzel und Kettenblätter mit, deshalb lohnt sich das Nachmessen.

Wie oft muss die Fahrradkette geölt werden?

Eine feste Regel gibt es nicht, weil Wetter, Strecke und Fahrstil eine große Rolle spielen. Als Faustregel gilt: alle paar hundert Kilometer, spätestens wenn die Kette trocken aussieht oder hörbar quietscht. Nach einer Regenfahrt oder im Winter mit Streusalz solltest du sie früher pflegen.

Das brauchst du

Schritt für Schritt: Fahrradkette reinigen und ölen

  1. Kette reinigen: Halt den Lappen um die Kette und dreh die Kurbel rückwärts. Bei starker Verschmutzung hilft ein Kettenreiniger oder eine Bürste mit etwas Spülwasser. Danach die Kette gut trocknen lassen.
  2. Öl auftragen: Dreh die Kurbel langsam rückwärts und gib auf jedes Kettenglied einen kleinen Tropfen Öl, und zwar auf die Innenseite der Rollen.
  3. Einwirken lassen: Kurbel ein paar Umdrehungen weiter und schalte durch die Gänge, damit sich das Öl verteilt. Lass es einige Minuten einziehen.
  4. Überschüssiges Öl abwischen: Wisch die Kette außen mit einem sauberen Lappen ab. Das Öl gehört in die Kette, nicht auf ihre Oberfläche, denn dort sammelt es nur Staub und Sand.

Welches Öl ist das richtige?

Kettenöle für trockene Bedingungen sind dünner und ziehen weniger Schmutz an. Öle für nasse Bedingungen haften stärker und halten auch bei Regen. Für den Alltag in der Stadt ist ein Allround-Kettenöl meist die beste Wahl. Kriechöl oder ein Universalspray löst zwar Schmutz, schmiert aber nicht dauerhaft und ist deshalb kein Ersatz.

Wann muss die Kette getauscht werden?

Ketten längen sich mit der Zeit. Eine zu lange Kette springt, schaltet unsauber und nutzt Ritzel und Kettenblätter mit ab. Mit einer Kettenverschleißlehre aus dem Fachhandel prüfst du in wenigen Sekunden, ob ein Wechsel fällig ist. Je nach Schaltung gilt eine Längung ab etwa 0,5 bis 0,75 Prozent als Zeichen für eine neue Kette. Wird zu lange gewartet, muss oft auch das hintere Zahnkranzpaket mit getauscht werden.

Den Kettenwechsel übernehme ich gern für dich, die Preise findest du bei Bremsen und Schaltung. Eine professionelle Kettenreinigung kostet bei mir 30 €.

Häufige Fragen

Kann ich zu viel Öl auf die Kette geben?

Ja. Zu viel Öl auf der Oberfläche bindet Staub und Sand und wirkt wie Schleifpaste. Deshalb wischst du überschüssiges Öl nach dem Einziehen immer ab.

Woran erkenne ich, dass die Kette Öl braucht?

Eine trockene Kette quietscht oder knarzt, sieht matt aus und läuft rau. Auch nach Regenfahrten braucht sie meist frisches Öl.

Muss ich die Kette bei einer Nabenschaltung auch ölen?

Ja. Auch bei Naben- und Rücktrittschaltungen sollte die Kette sauber und geölt sein. Zusätzlich muss sie richtig gespannt sein.

Kette lieber vom Profi?

Ich komme zu dir, reinige und öle die Kette oder tausche sie bei Bedarf direkt vor Ort.

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